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11. - 13.09.2020
Die kinetische Klangskulptur "Sounding Influencer" wird auf der FATART live und gestreamt zu hören sein.



10.7.2020
Online-Konzert: Uraufführungsabend der Kompositionsklassen



In Arbeit:
Kinetische Klangskulptur: "sounding influencer"


Diese kinetische Klangskultpur oder Klangsinstallation spielt mit den dynamischen Wechselwirkungen zwischen bewegten Klängen, die elektronisch von Sinusgeneratoren erzeugt und über Lautsprecher wiedergegeben werden, die an 2 m langen Pendeln befestigt sind und sich auf der jeweils eigenen Pendelbahn bewegen. Die 12 Pendel hängen in Reihe an einem 10 m langen Rohr, das an der Decke befestigt ist.

Jedes Pendel bewegt über seinen jeweiligen Lautsprecher einen Ton aus einer 12-Tonreihe. Durch die Pendelbewegung verändert der Ton seine Tonhöhe dynamisch. Ein kleiner Motor, der am oberen Ende eines Pendels befestigt ist, bringt es in die Horizontale, wo es sich ausklinkt und frei hin und her schwingt, bis es wegen des Luftwiderstandes und der Reibung in der Aufhängung langsam zum Stillstand kommt. Die Tonhöhenveränderungen sind synchron zur Pendelbewegung: Bewegt sich das Pendel auf den Hörer zu, steigt die Tonhöhe, bewegt es sich von ihm weg, sinkt sie. Diese Veränderungen im Rhythmus der Pendelbewegungen erzeugt im Zusammenspiel mit mehreren Pendeln ein starkes akustisches Oszillieren. Wenn ein Pendel ausgependelt ist, wird es entsprechend der kompositorischen Vorgabe durch den Motor wieder in die Horizontale gebracht und kommt erneut zum Schwingen.

Experimentell möchte ich dabei erforschen, wie die oszillierenden Sounds sich gegenseitig beeinflussen. Zusätzlich werden gelegentlich über unbewegte Lautsprecher ein bis zwei "Reibungstöne" mit dynamisch veränderbarer Tonhöhe zu den pendelnden Tönen hinzugefügt. Die Tonhöhe der Töne, die über die pendelnden Lautsprecher wiedergegeben werden, kann für alle gemeinsam in zwei Halbtonschritten variiert werden.

In der Klanginstallation ertönt repetitiv eine Komposition, die mit dem Programm MaxMSP erstellt ist. Dabei wird mit einem pendelnden Ton begonnen und dann durch sukzessives Hinzufügen weiterer Töne ein Aufbau mit unterschiedlichen Intervallen bis zum Erklingen einer Ganztonreihe entwickelt. Damit schwingt die Hälfte der Pendel. Anschliessend wird ein weiterer Aufbau gestaltet, bis alle 12 Pendel schwingen. Dann kommt eine Aufteilung in "Kleingruppen" von vier benachbarten Pendeln und ein erneuter Aufbau bis zum Schluss, bei dem alle 12 Pendel mit allen 12 Tönen gemeinsam langsam auspendeln.

Ausgehend von dem bekannten Phänomen, dass sich rhythmische Impulse verschiedener Körper mit unterschiedlichen Phasenlagen nach einer gewissen Zeit synchronisieren (vgl. Synchronisation von Metronomen), wenn sie zusammen erklingen, möchte ich das Synchronisationsvermögen beweglicher Klänge mit dieser Klanginstallation untersuchen. Ich verspreche mir damit neben der künstlerischen Gestaltung auch einen Erkenntnisgewinn in Bezug auf dynamische Wechselwirkungen zwischen bewegten Klängen.

Wenn Zuhörer/Innen sich für dieses Thema interessieren, möchte ich sie gerne zu ihren persönlichen Hörerlebnissen befragen.


Die Performance Sounding Blood 3 ist jetzt online.






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